Weltverfolgungsindex 2017 von Open Doors

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IS greift Christen in Syrien an – wir erleben einen Völkermord

25.02.2015, 08:16 Uhr | dpa

Verfolgen und entführen nun auch Christen in Syrien: Kämpfer des IS. (Quelle: AP/dpa)

Erst vertrieb die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) Zehntausende Jesiden aus dem Sindschar-Gebirge im Nordirak. Nun haben die Dschihadisten im Nordosten Syriens Dutzende assyrische Christen angegriffen und entführt sowie Tausende in die Flucht getrieben.

Die Extremisten hätten mindestens 90 Menschen aus Dörfern in der Region um den Ort Tell Tamr verschleppt, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Flüchtlinge berichteten, IS-Kämpfer hätte rund 40 Familien in ihre Gewalt gebracht.

„Wir erleben einen Völkermord“, sagte einer der geflohenen Christen der dpa am Telefon. Der IS töte, entführe und vergewaltige Menschen.

„Wir werden gefoltert und vertrieben, und niemand hilft uns.“ Ein anderer Flüchtling berichtete, das Schicksal vieler Christen sei unbekannt. In der Region herrsche Schrecken. Die assyrische Nachrichtenagentur Aina meldete, die Extremisten hätten auch mehrere Kirchen angezündet.

Zufluchtsorte der Caritas hoffnungslos überfüllt

Laut dem katholischen Hilfswerk Caritas trieb der IS einige Tausend Christen in die Flucht. Rund 600 Familien würden in Al-Hassaka und der Stadt Al-Kamischli versorgt. Kirche und Gemeindezentrum in Al-Hassaka seien hoffnungslos überfüllt. In dem Gebiet rund um Tell Tamr liegen demnach 35 assyrische-christliche Dörfer. Assyrische Christen machen etwa fünf Prozent der syrischen Bevölkerung aus.

Kurdische Peschmerga bekämpfen IS

In der Region um Tell Tamr nordwestlich der Stadt Al-Hassaka gibt es seit Montagmorgen heftige Kämpfe zwischen IS-Extremisten und kurdischen Peschmerga-Einheiten, die die Region bisher beherrschen. Die sunnitische Terrormiliz hatte dort bei einer Offensive mehrere Dörfer eingenommen, in denen mehrheitlich assyrische Christen wohnen.

Nordöstlich von Al-Hassaka bombardierten die USA und ihre arabischen Verbündeten zugleich IS-Stellungen aus der Luft. Dabei kamen nach Angaben der syrischen Menschenrechtsbeobachter mindestens 14 Dschihadisten ums Leben.

Die IS-Terrormiliz kontrolliert in Syrien und im Irak riesige Gebiete, in denen sie eine Gewaltherrschaft errichtet hat. Dort gehen die Dschihadisten rücksichtlos gegen Gegner und Andersgläubige vor.

Die Ereignisse erinnern an den Vormarsch des IS im irakischen Sindschar-Gebirge im vergangenen August. Damals flohen Zehntausende Menschen vor den Extremisten, die meisten von ihnen Angehörige der religiösen Minderheit der Jesiden. Jesidische Frauen waren vom IS als Sexsklavinnen und Ehefrauen an sunnitische Glaubensbrüder verkauft worden.

Weltverfolgungsindex Open Doors 2015

Chaos im Irak

Irak: Flucht aus Mosul

Islamistische Kämpfer bringen größere Teile von Mosul in ihre Gewalt

(Open Doors) – „Wenn die Flucht der Christen aus Mosul weiter so anhält, wird es dort bald keine Christen mehr geben!“ So beschreibt ein Sprecher von Open Doors die dramatische Situation in der zweitgrößten Stadt des Iraks, die im Norden des Landes nahe der kurdischen Grenze liegt. Die Christen fliehen meist mit wenigen Habseligkeiten in die kurdische Autonomiezone oder in die nahe gelegene Niniveregion. Am frühen Morgen des 10. Juni hatten bewaffnete Kämpfer der Gruppierung ISIS (Islamischer Staat im Irak und Syrien, auch Daash genannt) größere Teile Mosuls in ihre Gewalt gebracht. „Dies könnte der letzte Auszug der Christen sein“, so der Open Doors Mitarbeiter weiter.

Tausende Familien auf der Flucht

Christen wie Nicht-Christen verlassen fluchtartig die Stadt, in der bis zum vergangenen Sonntag noch etwa 1.000 christliche Familien lebten. Die Dschihadisten hatten am 10. Juni für einige Stunden sogar die Residenz des Gouverneurs besetzt, der die Stadt Irak News zufolge mittlerweile verlassen hat. Die einheimische Nachrichtenagentur NINA berichtet von tausenden Familien, die der Gewalt der Islamisten entkommen wollen. Im Kloster von Mar Mattai suchten etwa 200 christliche Familien Zuflucht. Im Kloster von Alkosch konnten etwa 50 und in überwiegend christlichen Dörfern noch weitere Familien unterkommen.

Bitte um Gebet

Die ISIS kontrolliert mittlerweile mehrere Orte im Land, ihre Kämpfer haben sich der irakisch-kurdischen Grenze genähert. Viele Christen sind in den letzten Jahren in die als relativ sicher geltende kurdische Zone geflohen. Sie befürchten nun, dass sie auch dort angegriffen werden. Die Aufständischen kontrollieren bereits weite Teile der Provinz Ninive. Der Beauftragte von Open Doors meldet, dass „sich die Situation in und um Mosul zusehends verschlechtert hat“.

DANKE, dass Sie sich an die Seite der Christen im Irak stellen.

Bitte beten Sie für die Familien auf der Flucht, dass sie einen Platz finden, wo sie bleiben können.

  • Beten Sie um Schutz für die noch in Mosul verbliebenen Christen.
  • Beten sie bitte für ein Ende der Gewalt und für Frieden im Land.

 

Nigerias Polizei sucht nach 100 entführten Schülerinnen

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Abuja (dpa) – In Nordnigeria fahndet eine Suchmannschaft der Polizei mit Hochdruck nach rund 100 vermutlich von militanten Islamisten entführten Schülerinnen. Sicherheitsbeamte sagten der Nachrichtenagentur dpa, es gebe Hinweise aus der Bevölkerung, wo die Täter mit ihren Opfern hingefahren sein könnten.

«Wir haben einige sehr nützliche Infos bekommen. Viele Leute sind besorgt, weil die Zahl solcher Verschleppungen immer mehr zunimmt», hieß es.

Bei den Angreifern soll es sich um Mitglieder der radikalislamischen Sekte BokoHaram handeln. Sie waren am Montagabend in dem Dorf Chibok im Bundesstaat Borno in eine Schule eingedrungen und hatten die Dorfbevölkerung stundenlang terrorisiert. Später verschleppten sie zahlreiche Mädchen auf Lastwagen. Einigen von ihnen gelang es, abzuspringen und sich im umliegenden Busch zu verstecken. Polizeiangaben zufolge nahmen die Täter aber über 100 Mädchen mit.

«Sieben Kinder aus meiner Familie werden vermisst, darunter meine eigenen Töchter und die meines Bruders und meiner Schwester», sagte ein Mann, der anonym bleiben wollte, der Zeitung «Vanguard». «Ich weiß nicht, ob sie entführt wurden, oder ob sie unter denjenigen sind, die in den Busch fliehen konnten.»

Auf das Konto der Islamisten, die im Norden Nigerias einen Gottesstaat errichten wollen, sollen mehrere ähnliche Entführungen kommen. Manchmal wurden auch verheiratete Frauen gekidnappt. Normalerweise wird kein Lösegeld verlangt – vielmehr sähen die Extremisten die verschleppten Mädchen als «Kriegsbeute», erklärte ein Experte in Nigeria. Häufig würden sie als Sexsklavinnen missbraucht. Zeugen im nordwestlichen Bundestaat Zamfara sagten, manchmal würden die Frauen später hochschwanger zurückgebracht, damit sie ihre Kinder in ihren Dörfern bekommen könnten.

Die Islamisten sollen auch für den verheerenden Anschlag auf einen Busbahnhof in der Hauptstadt Abuja verantwortlich sein. Dabei waren am Montag vermutlich weit über 200 Menschen ums Leben gekommen, auch wenn die Behörden offiziell von 71 Opfern sprechen. Zahlreiche Parlamentarier forderten am Mittwoch, die Grenzen nach Kamerun und Niger zu schließen.

Aus den beiden Nachbarstaaten werden die Extremisten offenbar mit Waffen versorgt. Bürger in grenznahen Dörfern hatten zuvor berichtet, manchmal tauchten Helikopter in der Region auf. Sie würden über den Wäldern, in denen sich die Boko-Haram-Mitglieder verstecken, Vorräte und Waffen abwerfen.

Die islamische Sekte verübt seit Jahren schwere Anschläge vor allem im Norden des Landes. Allein seit Jahresbeginn sollen 1500 Menschen gestorben sein. Oft sind Kirchen und Polizeieinrichtungen Ziel der Attacken. Der Name der Gruppe bedeutet übersetzt so viel wie «westliche Erziehung ist verboten».

 

29.03. Demo gegen Pierre Vogel, den Salafisten Verführer

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Seit einigen Jahren versuchen radikalislamische Salafisten auch in Hannover, an unscheinbar wirkenden Infoständen neue Anhänger für ihre verfassungfeindliche

und menschenverachtende Ideologie zu gewinnen.

Laut Menschenrechtsorganisationen ist der radikale Islamismus die Hauptursache für die weltweite Christenverfolgung.

Wie erschreckend leicht junge Leute den Salafisten folgen, zeigt u.a. ein Screenshot der Salafisten-Facebook-Seite (Screenshot-LIES-Propaganda-in-Hannover.pdf).

Am 01.03.2014 erschien in den beiden großen hannoverschen Tageszeitungen HAZ und NP, dass Hannover ein Zentrum der Salafisten werden soll:

HAZ: Verfassungsschutz alarmiert – Hannover soll Drehscheibe für Salafisten werden

NP: Extremismus – Salafisten-Verein: Verfassungsschutz zeigt sich alarmiert

In dem von den Salafisten geplanten Zentrum soll auch Pierre Vogel regelmäßig Vorträge halten. Die Bürger für Wahrheit und Dialog rufen alle Parteien auf Landes- und Stadtebene auf, das Vorhaben der Salafisten zu verhindern.

DIE HANNOVERANER haben daher, wie bereits angekündigt, für den 29. März eine Gegenkundgebung zur Pierre-Vogel Veranstaltung angemeldet, um gegen den “Besuch” von Pierre Vogel in Hannover und gegen das geplante Salafistenzentrum zu demonstrieren.

Ort: Hannover, Opernplatz

Beginn: 13.30 Uhr

Wir HANNOVERANER werden dort u.a. Exemplare des Grundgesetzes an die Bürgerinnen und Bürger verteilen, um dadurch auch ganz klar zu verdeutlichen: Hier in Hannover und natürlich in ganz Deutschland gilt immer noch das deutsche Grundgesetz und nicht die von den Salafisten propagierte Scharia!

DIE HANNOVERANER rufen hiermit alle Demokraten und demokratische Parteien, Gruppierungen und Organisationen auf, sich dieser Kundgebung anzuschließen!

Eritrea – Gebetsaufruf

Die Verfassung Eritreas von 1997 garantiert Religionsfreiheit, Freiheit der Gedanken und des Gewissens, Meinungsfreiheit sowie die Koalitionsfreiheit (Artikel 19). Artikel 14 sichert Gleichheit und Schutz vor Diskriminierung zu. Doch diese Verfassung nach westlichem Vorbild ist noch nicht in Kraft getreten.

Christen gelten als Staatsfeinde

Stattdessen schränkt die Regierung die Religionsfreiheit für staatlich nicht erlaubte religiöse Gruppen scharf ein, verletzt aber auch die Rechte einiger registrierter Gruppen. Im Mai 2002 erklärte Präsident Issayas Afewerki alle Kirchen für illegal – darunter über 30 unabhängige Gemeinden. Nur die Eritreisch-Orthodoxe und die Katholische Kirche sowie die Evangelisch-Lutherische Kirche (Mekane Yesus) – die alle bereits seit 1952 im Land vertreten sind – und der Islam sind anerkannt. Seitdem veranlasst die Regierung Kirchenschließungen und verbietet Privatversammlungen. Es kommt immer wieder zu Hausdurchsuchungen. Wer sich außerhalb der staatlich anerkannten Glaubensrichtungen versammelt, z.B. zum Gebet in Privathäusern, kann verhaftet, gefoltert und massiv bedrängt werden, seinen Glauben zu verleugnen. Viele Christen haben seit dem Regierungserlass das Land verlassen.

Regierung kontrolliert Kirchen

Die Hauptursache für Verfolgung in Eritrea liegt in der Paranoia seines Diktators Isaias Afewerki. Die Hälfte der Bevölkerung Eritreas sind Christen, überwiegend gehören sie zur orthodoxen Kirche. Die andere Hälfte ist traditionell muslimisch. In Eritrea existieren drei Gruppen von Christen:
1. Die registrierten, historisch gewachsenen Kirchen
2. Ehemalige Mitglieder dieser Kirchen, die sich jetzt anderen Gemeinden angeschlossen haben
3. Unabhängige Christen.

Mit der dritten Gruppe sind protestantische Christen gemeint, die keiner christlichen Tradition entstammen oder einer anderen christlichen Gruppe angehören. Die christlichen Gemeinschaften jenseits der traditionellen Kirchen funktionieren in der Regel in Form von Untergrundkirchen.

Christen werden als Feinde betrachtet

Eritreas Geschichte ist durchzogen von Kriegen mit dem benachbarten Äthiopien. Die Grenze zwischen beiden Ländern ist sehr lang, obwohl Eritrea flächenmäßig viel kleiner ist als der „Erzfeind“. Dies ist einer der Gründe, warum die Regierung alle Gruppierungen als gefährlich einstuft, die sich ihrer Kontrolle entziehen. Christen, die traditionellen Kirchen angehören, lassen sich in einem gewissen Maß kontrollieren – anders als Christen aus unabhängigen, in den Untergrund gedrängten Kirchen. Ein Regierungsbeamter hat öffentlich verkündet, dass Eritrea drei Feinde ausmerzen müsse: 1. HIV/Aids, 2. Das äthiopische Regime und 3. unabhängige Christen. Aus diesem Grund werden Christen abseits der traditionellen Kirchen im ganzen Land bekämpft.

Mehr als 1.200 Christen in Haft

Die Häufigkeit und das Ausmaß von Gewalt gegen Christen außerhalb der traditionellen Kirchen sind beträchtlich. Zu den bekannten Schreckensmeldungen gehören Berichte von Metallcontainern, die in Armeelagern als Gefängnisse dienen und versteckten Gefängnissen, zu denen gewöhnliche Bürger keinen Zutritt haben. Die Zahl der in solchen Lagern gefangen gehaltenen Christen ist nicht bekannt. Im Weltverfolgungsindex 2012 wurde die Zahl von 1.500 Christen genannt. Open Doors Experten geben an: „Die Verhaftungen von Christen wurden fortgesetzt, sie geschahen oft spontan, an unterschiedlichen Orten und in unterschiedlichen Umständen, die von der Regierung als illegal betrachtet werden. Unseren Informationen nach entspricht die Zahl der Entlassenen in etwa der Zahl der neu Inhaftierten.“ Allerdings ist es schwierig, derartige Zahlen zu verifizieren, denn aus religiösen Gründen Inhaftierte werden in Eritrea nicht nur in bekannte Gefängnisse und Lager gebracht. Aus demselben Grund ist es schwer festzustellen, wie viele Christen in Haft sterben,oder unmittelbar vor ihrem Tod entlassen werden, damit die Regierung offiziell jede Schuld von sich weisen kann. Sicher ist die Zahl von 25 Christen, die im Berichtszeitraum während ihrer Haftzeit gestorben sind.

Islamisierung nimmt zu

Die islamisch dominierten Gebiete in der östlichen Küstenregion grenzen an Bereiche Äthiopiens, wo der Islamismus stark auf dem Vormarsch ist. Die islamisch dominierten Gebiete im westlichen Tiefland grenzen an den Sudan, ein Land mit ähnlich starken islamistischen Tendenzen. Wird sich Eritrea zukünftig ebenfalls einer islamisch extremistischen Agenda verschreiben? Die Antwort auf diese Frage hängt mit dem Druck zusammen, den die Regierung auf Christen wie auch Muslime ausübt. Einige erfahren schlimme Misshandlungen, viele Angehörige registrierter Kirchen oder des Islam werden jedoch toleriert, solange sie in ihren Kirchen und Moscheen bleiben und dem Regime keinen offenen Widerstand leisten. Genau hier liegen die entscheidenden Hinweise verborgen, die zur Einschätzung der künftig zu erwartenden Verfolgung in Eritrea dienen.

Die Regierung hat alle christlichen Gemeinden verfolgt und geschwächt, die der eritreischen Gesellschaft das Evangelium bringen wollten. Gleichzeitig hat sie Treffen in Moscheen gestattet, wo junge Menschen mit dem Islam indoktriniert wurden. Geistliche Leiter des Islam haben begonnen, in der lokalen Tigrina Sprache zu lehren. Open Doors Sachverständige beobachten: „Seit mindestens drei Jahren indoktrinieren sie junge Menschen mit einem aggressiven Islam, was vorher nicht geschehen ist. Viele dieser Lehrer wohnen in Saudi Arabien, aber als Eritreer können sie jederzeit ins Land reisen und ihre Familien besuchen. Bei einigen wohnen die Frau und ihre Kinder in der Hauptstadt Asmara.“

Mittlerweile machen sich eritreische Christen große Sorgen darum, wo ihre muslimischen Landsleute in Bezug zur eritreischen Kirche tatsächlich stehen. Muslimische Leiter äußern Beschwerden, wonach die Regierung der EOC näher steht als der muslimischen Gemeinschaft. „Sie bezeichnen die Regierung sogar als christlich. Sie beharren auf ihrem Recht und fordern mehr Führungspositionen für Muslime.“ „Immer wieder ertönt es aus der Moschee mit lautstarken Megaphonen: ‚Lasst uns den Islam verteidigen gegen alle Verwässerungen durch andere Lehren!‘, und zwar nicht auf Arabisch wie früher, sondern in den lokalen Sprachen.“

Sorgen um die Zukunft

Die Zukunft der Kirche in Eritrea liefert Anlass zur Sorge. Die Regierung übt nach wie vor massiven Druck auf Christen außerhalb der etablierten Kirchen aus und selbst diese sind Repressalien ausgesetzt. Allem Anschein nach bereiten Anhänger des extremistischen Islam sich darauf vor, ihre Agenda der eritreischen Gesellschaft aufzuzwingen, besonders aber wohl den Kirchen, sobald die Regierung ihren eisernen Griff auf Kirchen und Moscheen etwas lockert.

Bitte betet ohne Unterlass für unsere Geschwister und die Situation in Eritrea

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Zentralafrikanische Republik: Tage des Leides

Christen im Visier der Islamisten

 

(Open Doors) – Nach der Absetzung des früheren Präsidenten François Bozizé hat am 24. März 2013 eine von Michel Djotodia geführte Rebellenkoalition unter dem Namen Seleka die Macht in der Zentralafrikanischen Republik (ZAR) übernommen. Seitdem häufen sich die Berichte über Gräueltaten im Land. Unter den Rebellen befinden sich auch viele Kämpfer aus Nigeria vom Stamm der Hausa sowie arabischstämmige „Dschandschawid“ aus Libyen, dem Chad und dem Sudan. Gezielte Übergriffe gegen Christen nehmen zu, von einer Verfolgung aus Glaubensgründen will Open Doors zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht sprechen. Allerdings lassen die Rebellen bei ihren Plünderungen und Brandschatzungen in allen Ortschaften die Moscheen und Besitztümer von Muslimen unangetastet. Bislang ist die ZAR noch nicht auf dem Weltverfolgungsindex von Open Doors erfasst, die gezielte Ermordung von Christen und Angriffe auf ihre Häuser und Kirchen veranlassen Open Doors jedoch zu einem dringenden Gebetsaufruf für die Glaubensgeschwister in dem krisengeschüttelten Land.

Bedrückende Entwicklung
Christen und Muslime lebten bislang zumeist friedlich zusammen. Von den rund 4,6 Millionen Einwohnern sind etwa 15 % Anhänger des Islam, während sich fast die Hälfte zum christlichen Glauben bekennen. Seit dem Putsch berichten die Christen von Massenhinrichtungen, Verstümmelungen, Vergewaltigungen, Raub und weiteren Schreckenstaten durch die Seleka Rebellen. Eine vom UN Hochkommissariat für Menschenrechte geleitete Untersuchung bestätigt die Vorfälle und nennt weiter auch die Rekrutierung von Kindersoldaten.
Im Juli rächte die Seleka den Streit zwischen einem ihrer Kämpfer und einem Kaufmann im von Christen bewohnten Dorf Gbadalamo mit der Ermordung von 35 Dorfbewohnern, neun Häuser wurden zerstört. Die Lokalzeitung sprach von einem Massaker durch Islamisten. Weiter entführten und vergewaltigten Seleka Rebellen in jüngster Zeit mehrfach christliche Mädchen im Alter zwischen 12 und 16 Jahren. „Die Mädchen erhalten keine Hilfe, die Angreifer kommen ohne Strafe davon“, berichtet eine Kontaktperson von Open Doors.
Am 6. August wurde der Präsident der Evangelischen Allianz, Pastor Nicolas Guerékoyamé Gbangouon verhaftet, nachdem er öffentlich die Rebellenregierung kritisiert hatte. Daraufhin begab sich der katholische Erzbischof von Bangui zum Gefängnis und forderte die Freilassung des Pastors, andernfalls wolle er mit ihm inhaftiert sein und sei bereit mit ihm zu sterben. Die unmittelbare Freilassung von Pastor Guerékoyamé war die Folge, allerdings versuchten Seleka Rebellen als Rache dafür seinen Co-Pastor zu ermorden. Als sie diesen nicht zu Hause antrafen, töteten sie stattdessen seinen Sohn und verwundeten seine Ehefrau.
Die Liste der jüngst ermordeten Pastoren, vergewaltigten Ehefrauen sowie zerstörten kirchlichen Einrichtungen ist lang und liest sich schmerzhaft; zurück bleiben traumatisierte Frauen, Kinder und Gemeinden. Die Situation weckt Erinnerungen an das Vorgehen von Islamisten in Mali 2012.

Zusammenhalt der Christen – Bitte um Gebet Katholiken, Protestanten und Muslime haben eine Initiative gestartet, um die Zunahme des religiösen Fundamentalismus im Land zu verhindern. Priester, Pastoren und Imame werden in Konfliktprävention geschult, um landesweit und besonders in der Hauptstadt Bangui die Bevölkerung aufzuklären und zum Frieden aufzurufen. Derweil leben die Menschen insbesondere in den ländlichen Regionen in ständiger Furcht vor der Gewalt nicht identifizierter Gruppierungen. Berichte von der zunehmenden Bewaffnung gewaltbereiter Muslime machen den Christen deutlich, dass ihr Zusammenhalt nicht nur für die Zukunft der Gemeinde wichtig ist, sondern für die des gesamten Landes.

DANKE, dass Sie sich an die Seite der Christen in der Zentralafrikanischen Republik stellen.

  • Beten Sie für die Gemeindeleiter im Land, dass sie in der Einheit des Glaubens die Gemeinden stärken und leiten.
  • Beten Sie um die Bewahrung der Christen vor Gewalttaten.
  • Beten Sie, dass das Licht des Evangeliums die Finsternis im Land vertreibt.

„Save the Date“ Kundgebung gegen Christenverfolgung Freitag, 14. Dezember 17 Uhr !!

Liebe Freunde,

zum Thema CHRISTENVERFOLGUNG haben wir (wie schon 2010)

http://buerger-wahrheit.org/2011/03/kundgebung-fur-verfolgte-christen-in-hannover/

eine Kundgebung in Hannovers Innenstadt geplant. Als wir damals in der

Kälte des Opernplatzes unsere Kundgebung abhielten, tat Gott in den

nächsten Wochen viele gute Dinge – und das Thema war überall in den

Medien zu lesen.

Da sich die Lage der verfolgten Christen keineswegs verbessert hat,

und wir dieses Thema wieder auf das Herz bekommen haben, planen wir mit euch:

 Kundgebung
Freitag, 14. Dezember

Hannover · 17 Uhr, Treffen Georgstr. / Ecke Schillerstr. (bei C&A) Wir gehen dann gemeinsam zum Platz der Weltausstellung (5 Minuten Weg),

um dort die Kundgebung abzuhalten.

Kunstausstellung für verfolgte Christen

Einladung

zu meiner Ausstellung

Warum schweigt Ihr / Farbenmeer II

Christenverfolgung in der heutigen Zeit

in Zusammenarbeit mit Open Doors

vom 14. bis 16. Dezember 2012

in der Abtei Wunstorf

Wasserzucht 1

31515 Wunstorf

     

Ein attraktives Rahmenprogramm begleitet die Ausstellung.

Verschiedene Redner von Open Doors und der verfolgten Kirche sind eingeladen.

Eintritt frei – Spenden für Open Doors erbeten