Die Christen in Kenia brauchen unsere Unterstützung

Kenia: Christen vor Ort brauchen dringend Ermutigung

09.12.2014Kenia

Erste Kirche infolge der jüngsten Gewaltwelle geschlossen – JETZT schreiben

(Open Doors) – Als Folge der Ermordung Dutzender Christen in den vergangenen Wochen (wir berichteten [Zur Meldung]) hat jetzt die anglikanische St. Andrews Church im kenianischen Mandera alle ihre Zusammenkünfte eingestellt. Elf ihrer Mitglieder waren bei den Übergriffen der islamistischen Al-Shabaab-Kämpfer ums Leben gekommen.

Fluchtwelle aus der Region

„Die jüngsten Ereignisse haben uns sehr stark betroffen. Während wir reden, reisen allein 50 Mitarbeiter des Gesundheitswesens aus. 20 Krankenhäuser in der Provinz Mandera haben geschlossen“, so der Gouverneur Ali Roba in einem Interview. Lehrer und andere Beamte bitten um Versetzung, Bauarbeiten an Straßen und öffentlichen Gebäuden kommen zum Erliegen, nachdem Al Shabaab weitere Anschläge angedroht hatte, falls die Christen die Region nicht verlassen.

Angesichts der erschütternden Verluste und der sehr ernst zu nehmenden Drohungen, stehen besonders die Leiter der Kirchen unter denkbar großem Druck. Ein OpenDoors Mitarbeiter vor Ort berichtete nach dem Gespräch mit PastorElijah Kinyua von der St.Andrews Church sehr betroffen: „Als er mir von der Entscheidung zur Schließung seiner Kirche berichtete, zitterte seine Stimme. Er war zutiefst erschüttert von den tragischen Verlusten und dem Schmerz der Ereignisse. Ähnlich wird es zurzeit wohl allen Nicht-Muslimen inMandera gehen.“

Jetzt betroffenen Pastoren schreiben

Open Doors hat eine Online-Schreibkampagne für die Pastoren in der Region begonnen, die bis Ende Januar 2015 läuft. Bitte schreiben Sie JETZT ermutigende Grüße an die Pastoren und ihre Gemeinden in der Provinz Mandera. Unsere Geschwister brauchen dringend die Gewissheit, dass sie in der gegenwärtigen Not und Bedrängnis nicht allein stehen, sondern im Gebet getragen werden.

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Frauenpower in Kenia

Mama Massai

Die Initiatorin von «Kinder in Kenia» Grene Schait-Maleko hat selber vier Kinder, von denen zwei schon erwachsen und selbständig sind. Sie lebt und arbeitet in Basel, wo sie einen kleinen Laden mit afrikanischer Handwerkskunst führt, kenianische Spezialitäten anbietet und diese auch an verschiedenen Firmen- Vereins- und Familienanlässen zubereitet. Geboren ist sie in Kenia, im Gebiet der Massai Mara an der Grenze zu Tansania. Ihr Beruf als Krankenschwester hat sie an die Küste, in die Nähe von Mombasa gebracht. In einem kleinen Spital im Kilifi-Distrikt hatte sie als Hebamme die ersten Kontakte zu Frauen aus der armen Landbevölkerung.Bei Gesprächen mit den Schwangeren wurde sie immer wieder mit den zahlreichen Problemen konfrontiert, die in dieser Gegend Kenias den Alltag beherrschen und ein gesundes Leben unmöglich machen. Die Tipps und Ratschläge, die sie den Frauen mit nach Hause gab, wurden sehr gerne angenommen und zum Teil auch umgesetzt.

Immer wieder besuchte sie die Frauen und Kinder in Kikambala und erkannte den dringenden Handlungsbedarf. So kam es, dass Mama Massai, wie sie von den Dorfbewohnern liebevoll genannt wird, zu einer treuen und wichtigen Anlaufstelle für die Menschen von Kikambala wurde.

In ihrer knappen Freizeit gründete sie eine Frauengruppe und begann Frauen in Hygiene, Familienplanung, Erziehung und Erster Hilfe auszubilden. Durch ihre starke Präsenz und ihre Arbeit mit den Frauen stieg ihr Ansehen im Dorf so, dass sogar die Männer auf ihre Ratschläge hörten.

Leider wurde Mama Massai nach einigen Jahren versetzt und musste die Gegend verlassen, um in einem anderen Spital zu arbeiten. Die Verbindung zu Kikambala, das sie immer wieder besuchte, brach nie mehr ab. In 1983 kam sie durch die Heirat mit einem Schweizer in die Schweiz. Als sie in ihrer neuen Heimat von den Problemen in ihrem Land erzählte, boten viele Leute spontan Hilfe an. Um dieser Hilfe einen transparenten und vertrauenswürdigen Rahmen zu geben, gründete sie 1995 den Verein “Kinder in Kenia”. Link hier