Christen im Irak im Stich gelassen

Peschmerga ließen Christen im Stich

Peschmerga – „die dem Tod ins Auge sehen“ – nennen sie sich. Jahrzehntelang galten die kurdischen Milizionäre als unerschrockene Kämpfer. Ein ums andere Mal hatte Kurdenpräsident Massud Barzani den Christen versprochen, er werde sie in ihren Dörfern beschützen. „Doch als der IS kam, dachten seine Peschmerga absolut nicht daran, dem nahenden Tod ins Auge zu sehen. Sie rannten davon, Hals über Kopf, und ließen uns Christen einfach im Stich. Es war, als habe man uns ausgeliefert“, sagt der Erzbischof von Mossul, Emil Shimoun Noona.

Auch er war in jenen Tagen in Lebensgefahr, auch er ist heute ein Flüchtling in Erbil. „Wir Christen haben seitdem alles Vertrauen verloren. Wir trauen niemandem mehr: Nicht den Peschmerga, nicht der kurdischen Regierung und erst recht nicht der Zentralregierung in Bagdad. Alle haben uns verraten. Alles Vertrauen ist verloren gegangen.“ (Tagesschau)

Werbeanzeigen

Stoppt den Terror der ISIS – Demo in Hannover

Demo Eziden         Syrien1

Schon 5 Tage dauert die Demo der ezidischen Kurden auf dem Steintorplatz in Hannover-Zentrum.

Gestern kam der Oberbürgermeister zur Stippvisite vorbei.

Die Demonstranten wollen solange weiter machen bis die freie Welt eingreift.

Nun worum geht es ? Wir wissen, dass die ISIS die Christen im Norden des Iraks verfolgt. Diese sind

in die autonomen Gebiete der Kurden und nach Shingal, die heilige Stadt des Ezidentums, geflüchtet.

Nun hat die ISIS auch Shingal eingenommen. Die andersgläubigen Menschen werden von der dschiadistisch-salafistischen

Terrorgruppe massakriert. Entweder Sie konvertieren zum Islam und zu dem neuen Kalifen oder Sie werden getötet.

Shingal ist eine Hochburg des Ezidismus und ein Rückzugsgebiet der Christen.

Die Pesmergaarmee hat sich aus bisher nicht bekannten Gründen zurückgezogen. Die Zivilbevölkerung ist ohne Schutz.

Die von uns befragten Kurden sprechen von 300.000 Menschen, die auf der Flucht sind. Leider ohne ausreichend Wasser und

Lebensmittel. Bislang sind von den selbsternannten Gotteskriegern tausend junge Frauen und Mädchen entführt worden.

Das Ziel der ISIS: Die gewaltsame Errichtung eines Gottesstaates nach der Scharia. Die Auslöschung der Andersgläubigen, sprich Eziden und Christen.

 

CTM das christliche Netzwerk solidarisiert sich mit den Protesten der ezidischen Kurden und fordert:

– eine konfessionsübergreifende Zusammenarbeit zwischen Eziden und Christen als verfolgte Minderheiten. Wir haben daher auch die Eziden zu unserem

Netzwerktreffen am 27.08. in Hannover eingeladen. Es wird also nicht nur um verfolgte Christen gehen, sondern auch um andere verfolgte Glaubensgemeinschaften und die Zusammenarbeit mit Ihnen und die Organisation von gemeinsamen Massenprotesten, um die internationale Staatengemeinschaft zu überzeugen, hier einzugreifen und eine humanitäre Katastrophe unter Eziden und Christen zu verhindern.

Daher     STOPPT DEN TERROR DER ISIS ….     ( CTM )

Frieden und Freiheit für alle Menschen von Shingal

Stoppt die humanitäre Katastrophe der Christen und Eziden und verbietet die Errichtung des geplanten Salafistenzentrums in Hannover

Chaos im Irak

Irak: Flucht aus Mosul

Islamistische Kämpfer bringen größere Teile von Mosul in ihre Gewalt

(Open Doors) – „Wenn die Flucht der Christen aus Mosul weiter so anhält, wird es dort bald keine Christen mehr geben!“ So beschreibt ein Sprecher von Open Doors die dramatische Situation in der zweitgrößten Stadt des Iraks, die im Norden des Landes nahe der kurdischen Grenze liegt. Die Christen fliehen meist mit wenigen Habseligkeiten in die kurdische Autonomiezone oder in die nahe gelegene Niniveregion. Am frühen Morgen des 10. Juni hatten bewaffnete Kämpfer der Gruppierung ISIS (Islamischer Staat im Irak und Syrien, auch Daash genannt) größere Teile Mosuls in ihre Gewalt gebracht. „Dies könnte der letzte Auszug der Christen sein“, so der Open Doors Mitarbeiter weiter.

Tausende Familien auf der Flucht

Christen wie Nicht-Christen verlassen fluchtartig die Stadt, in der bis zum vergangenen Sonntag noch etwa 1.000 christliche Familien lebten. Die Dschihadisten hatten am 10. Juni für einige Stunden sogar die Residenz des Gouverneurs besetzt, der die Stadt Irak News zufolge mittlerweile verlassen hat. Die einheimische Nachrichtenagentur NINA berichtet von tausenden Familien, die der Gewalt der Islamisten entkommen wollen. Im Kloster von Mar Mattai suchten etwa 200 christliche Familien Zuflucht. Im Kloster von Alkosch konnten etwa 50 und in überwiegend christlichen Dörfern noch weitere Familien unterkommen.

Bitte um Gebet

Die ISIS kontrolliert mittlerweile mehrere Orte im Land, ihre Kämpfer haben sich der irakisch-kurdischen Grenze genähert. Viele Christen sind in den letzten Jahren in die als relativ sicher geltende kurdische Zone geflohen. Sie befürchten nun, dass sie auch dort angegriffen werden. Die Aufständischen kontrollieren bereits weite Teile der Provinz Ninive. Der Beauftragte von Open Doors meldet, dass „sich die Situation in und um Mosul zusehends verschlechtert hat“.

DANKE, dass Sie sich an die Seite der Christen im Irak stellen.

Bitte beten Sie für die Familien auf der Flucht, dass sie einen Platz finden, wo sie bleiben können.

  • Beten Sie um Schutz für die noch in Mosul verbliebenen Christen.
  • Beten sie bitte für ein Ende der Gewalt und für Frieden im Land.